APPLE BRINGT
VISION-PRO-BRILLEN
AUF DEN MARKT

TRÜFFELSCHWEINCHEN

APPLE BRINGT VISION-PRO-BRILLEN AUF DEN MARKT 

Verändert Apple erneut die Welt? Mit der Anfang Februar auf den Markt gebrachten Augmented-Reality-Brille Vision Pro sorgt der Konzern mal wieder für Furore. Apple nennt die Vision Pro einen räumlichen Computer („spatial computer“). Wir fassen zusammen, was das Headset kann und was Nutzerinnen und Nutzer berichten.

Mit einem Dinosaurier auf dem Sofa chillen

Die Apple Vision Pro ist ein Stück äußerst raffinierter und fortschrittlicher Technologie. Laut dem New York Magazine hat Apple im Verlauf der Entwicklung seiner Brille 5.000 Patente angemeldet. Die Technologie erinnert an eine futuristische Abendessen-Szene aus dem bekannten Film „Zurück in die Zukunft II“, in der Marty McFlys Tochter eine VR-Brille am Esstisch trägt und die Anrufe von Douglas Needles, dem Chef ihres Vaters, in einer erweiterten Realität steuert.

Das Headset von Apple verfügt über zwölf Kameras, zwei Infrarotsensoren und -empfänger, sechs Mikrofone und einen Lidar-Scanner. Das Gerät hat keine Maus – aber keine Panik: Um etwas anzuklicken, schaut man es einfach an und tippt dann leicht mit Daumen und Zeigefinger aneinander. Im Zubehör enthalten ist eine App zur Dinosaurier-Begegnung, bei der ein zarter Schmetterling hereinflattert und auf deinem Finger landet. Wenn er dann den Raum verlässt, öffnen sich die Wände und enthüllen eine prähistorische Landschaft.

Was sagen die Vision-Pro-Tester:innen?

Als das Headset seine Premiere feierte, veröffentlichten in den darauffolgenden Tagen Influencer:innen und führende Nachrichtenmedien weltweit ihre unzähligen Rezensionen. Wir haben für dich die wichtigsten Vor- und Nachteile des innovativen Gerätes zusammengefasst, die in vielen publizierten Reviews auftauchen.

Die Vorteile

Im Zusammenhang mit den Vorteilen ist zu erwähnen, dass die Technologie der Hand- und Augenerkennung zu den größten Schritten nach vorne gehört. Die beiden Displays im Inneren der Vision Pro sind äußerst leistungsstark. Es handelt sich um winzige Micro-OLEDs mit insgesamt 23 Millionen Pixeln, die nur 7,5 Mikrometer groß sind. Das ist etwa so groß wie ein rotes Blutkörperchen. Die Brille versetzt dich in die virtuelle Realität voller Immersion: Du kannst in den Bergen oder auf dem Mond arbeiten – der Fantasie sind keine Grenzen gesetzt. Du kannst dein Abendessen kochen, während ein Rezept in der Luft schwebt oder über deinen Herd „gepinnt“ hängt.

Das Brillenset funktioniert nahtlos mit Apples Ökosystem (z. B. mit den hauseigenen Produkten wie MacBook). Viele Tester:innen geben zu, es mache Spaß, Browserfenster im ganzen Raum bei sich zu Hause oder im Büro zu positionieren. Im Gegensatz zu VR-Sets anderer Hersteller, die aus Plastik gefertigt sind, besteht die Vision Pro aus Magnesium und Karbonfaser und sitzt bequem. Viele Journalist:innen, die das Apple-Set getestet haben, erwähnen, es sei kleiner, als sie es angesichts der riesigen VR-Sets früherer Generationen erwartet hätten.

Die Nachteile

Als erster Nachteil wird der hohe Preis genannt: Das Gerät kostet 3.499 $ (ca. 3.222 €). Diesen Preis kann sich nicht jede:r Technologieenthusiast:in leisten. Außerdem kostet das Reiseetui zusätzlich 199 $ (ca. 183 €) und ist nur in Weiß verfügbar.

Nach langen Sitzungen mit dem Vision-Pro-Headset erwärmt sich das Gerät. Zu der Erhitzung kommt das Gewicht: Die Brille wiegt etwa 0,64 kg und dies kann für einige zu einem Argument gegen den Kauf werden.

Die Brille muss nach einer Weile wieder aufgeladen werden – für die Batterie muss man 199 $ (ca. 183 €) extra zahlen. Vorsicht: Die Vision-Pro-Brille solltest du nicht kaufen, ohne vorher deinen Kopf zu vermessen, denn es gibt sie in verschiedenen Größen. Die Lautsprecher sind neben den Ohren positioniert. Das bedeutet, dass jede Person, die sich im Büro oder in einem öffentlichen Raum neben dir befindet, den Ton mithören kann. Apple empfiehlt, im Freien AirPods zu tragen.

Wenn andere einer Person, die die Vision Pro trägt, in die Augen schauen wollen, sehen sie nur ein niedrig aufgelöstes, geisterhaftes Bild der Augen, das wie CGI aussieht. Verbraucher:innen erhalten zwei verschiedene Kopfbänder, zwischen denen sie wählen können: Eines wird nur um den Hinterkopf gewickelt, das andere verläuft mit einem Band über den Hinterkopf und mit einem zusätzlichen Band oben über den Kopf. Und was ist, wenn man gerade seine Haare frisiert hat?

Einige Tester:innen bewerteten die Hand- und Augenerkennung als inkonsistent und frustrierend.

Deine Persona, ein von einer künstlichen Intelligenz erstellter Avatar von dir, erscheint anderen Personen in Videochats, während du das Headset trägst. Personas wurden von Vision-Pro-Nutzer:innen in mehreren journalistischen Reviews als unheimlich und beängstigend eingestuft. Darüber hinaus fühlen sich, den Online-Reviews zufolge, die User:innen des Headsets isoliert von der Außenwelt und somit zu einem gewissen Grad einsam.

Abschließend sei gesagt, dass es für Menschen, die aufgrund einer Sehschwäche bereits eine Brille brauchen, schwierig ist, die Vision Pro noch zusätzlich zu tragen. Wenn du, wie der Autor dieses Artikels, ständig eine Brille trägst, brauchst du also ein Paar magnetisch einrastende Zeiss-Korrekturlinsen, die 100 $ (ca. 92 €) kosten, sofern du eine Lesebrille aus dem Drogeriemarkt verwendest, oder 150 $ (ca. 138 €) für eine Korrektionsbrille.

Und wie wäre es mit iHead?

Zusammen mit dem Schauspieler und Buchautor Stephen Fry hat der britische Singer-Songwriter Tim Arnold für sein Lied „Start with the Sound“ eine Art „Scherz-Werbung“ für das Parodie-Produkt iHead aufgenommen. Daher wurde sein Album von Apple Music nun entfernt. Apple will es nur dann akzeptieren, wenn der Sänger den Track löscht.

In einem offenen Brief an Apple fordern viele namhafte britische Promis, darunter „Kaiser Chiefs“-Sänger Ricky Wilson und „Spandau Ballet“-Songwriter Gary Kemp, das Verbot rückgängig zu machen. Arnold hat sich entschieden, sein Album „Super Connected“  wie geplant auf Spotify zu veröffentlichen.

 

(29.02.2024/MAKO)

Vision Pro 1920 x 1080 2

MEHR WISSEN

Details und Hintergründe zu unseren News gibt es bei mir.

Elisabeth Barnes
Marketing